Wenn es draußen kalt und windig, vielleicht auch matschig-feucht ist, kommt unserer Selbstfürsorge eine besondere Bedeutung zu. Diese dreiteilige Reihe soll dir Anregungen liefern, wie du im Spätherbst sowie Winter optimal im Einklang mit den veränderten äußeren Bedingungen der Kälte und Dunkelheit leben kannst und so gesund und glücklich bleibst. In Teil 1 haben wir uns der Ernährung gewidmet, Teil 2 drehte sich rund um Wellness und Wohlbefinden. In diesem abschließenden Teil widmen wir uns nochmal intensiv deinem Lifestyle zu dieser Jahreszeit. Es geht darum, wie du deine Zeit nun am besten gestalten kannst und welche Gewohnheiten jetzt wichtig sind um gesund bleiben zu können.

Inhaltsverzeichnis

21. Pflege deine Beziehungen liebevoll

Draußen ist es kalt und nass. Doch das soll nicht für unsere Beziehungen gelten. Der späte Herbst und Winter sind ideal geeignet, um aktiv wieder mehr Wärme hineinzubringen… in deine Gedanken, deinen Körper, aber auch in deine Beziehungen. Nimm dir Zeit für die Menschen, die dir wirklich wichtig sind. Wenn es draußen ungemütlich ist, dann rufe eine Freundin, einen Freund an, mit der du schon längst mal wieder ausgedehnt quatschen wolltest. Tauscht gegenseitig eure Gedanken und Neuigkeiten aus. Nimm dir auch bewusst Zeit für deine Familie. Du kannst mit deinen Kindern backen oder basteln. Oder du gönnst dir eine entspannte Auszeit gemeinsam mit deinem Partner, deiner Partnerin. Genießt die Zweisamkeit bei einem gemeinsamen Abendessen mit Kerzenschein. Bringe so wieder liebevolle Gemütlichkeit in deine Kontakte und Verbindungen.
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22. Genieße auch Rückzug und Besinnlichkeit

Wechsel auch ganz bewusst die Zeiten der Geselligkeit mit Zeiten der Ruhe und Reflexion. Wenn wir viel im Außen unterwegs sind, viel mit anderen kommunizieren, brauchen wir immer auch den Gegenpol, die Stille und Pause, um reflektieren zu können. Um verarbeiten zu können, was wir erlebt haben. Das mag jetzt hochgegriffen klingen. Aber gerade in unserer heutigen Zeit strömen unablässig so viele Informationen auf uns hinein, dass es unserem Organismus und unserem Geist oft zu viel wird. Wir haben nur oft verlernt zu hören, wann er eine Pause braucht. Finde also Möglichkeiten dich zurückzuziehen. Ziehe dir warme Wollsocken an, mummle dich in eine schöne Decke ein und kuschle dich auf deine Couch oder in deinen Sessel. Genieße eine heiße Schokolade. Verbringe die Zeit wirklich nur mit dir. Ohne Handy, ohne Technik. Keine neuen Informationen. Sondern reflektiere die bereits vorhandenen. Ziehe dich bewusst aus dem vorweihnachtlichen Stress, dem Stress von Jahresabschlüssen und Co zurück. Besinne dich auf die Besinnlichkeit, die eigentlich in der Weihnachtszeit und im Winter herrschen sollte. Komme runter, entspanne. Dann findest du auch wieder die Kraft, um wieder zurück ins Außen zu gehen.
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23. Nimm dir die Zeit zum Reflektieren

Dieser Tipp schließt nahtlos an den vorherigen an. Wenn du dich zurückziehst, nehme dir bewusst Zeit um zu reflektieren, über deinen Tag, oder jetzt zum Ende des Jahres auch über das gesamte Jahr, deine Sorgen oder Ziele, die dich gerade umtreiben. Wichtig ist es dabei auch, die Dinge aufzuschreiben, die uns beschäftigen und zwar am besten ganz altmodisch mit Zettel und Stift. Durch das Niederschreiben unserer Gedanken, Sorgen, Wünsche, Erlebnisse werden uns die Dinge oft viel klarer, wir können sie besser verarbeiten und bekommen sie aus dem Kopf heraus. Wir können uns von unseren Problemen lösen, sie loslassen. Es ist unglaublich wichtig, die Gedanken auch einfach mal loszulassen, denn nur dadurch entsteht in unserem Kopf neuer Raum. Raum in dem dann oft von ganz alleine neue Lösungen und Ideen auftauchen. In diesem Sinne ist das Schreiben heilsam für unsere Seele. Probier es aus!
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Schlaf

24. Gönne dir ausreichend Schlaf

Während wir schlafen, passieren in unserem Körper ganz viele lebenswichtige Prozesse, die unseren gesamten inneren Stoffwechsel betreffen. Unsere Zellen werden regeneriert bzw. repariert, Hormone produziert, aber auch die Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet. Für diese Regeneration ist es wichtig, dass wir in dieser Zeit Ruhe haben und schlafen. In der ayurvedischen Lebensweisheit wird empfohlen, bereits vor 22 Uhr schlafen zu gehen. Generell ist es wichtig uns an die Rhythmen der Natur anzupassen. Das bedeutet für die dunkle Jahreszeit tatsächlich, dass wir etwas mehr schlafen sollten. Das Weniger an natürlichem Licht sorgt dafür, dass unser Körper auch tagsüber mehr vom Schlafhormon Melatonin ausschüttet. Wir sind also generell mehr müde im Winter. Also tanke tagsüber ausreichend natürliches Licht, um wach zu bleiben und kuschle dich abends zeitiger als im Sommer in dein Bett um zu schlafen und ausreichend zu regenerieren. Um dabei besser ein- und durchschlafen zu können kannst du vor dem Schlafen gehen auch eine warme Gewürzmilch aus Tipp 4 vom ersten Teil dieser Serie genießen.
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25. Vermeide Stress

Vor allem chronischer, also langanhaltender, Stress ist pures Gift für unser Immunsystem. Doch gerade jetzt in der kalten Jahreszeit schaden ja bereits die niedrigen Temperaturen unserem Abwehrsystem, während wir quasi unter Dauerbeschuss durch kleine, fiese Krankheitserreger stehen. Versuche also deinem Organismus im Kampf gegen Viren und Bakterien zu helfen, indem du Stress und Hektik so gut wie möglich vermeidest. Überlege, wo im Alltag du Stressfaktoren und Überlastung reduzieren kannst, in dem du bewusst Prioritäten setzt und weniger wichtige Dinge außen vor lässt. Versuche weniger fernzusehen und stattdessen aktive Entspannung, z.B. durch Meditation oder einen entspannten Spaziergang zu integrieren. Gehe, wie in Tipp 24 besprochen, früher zu Bett, denn auch das hilft deinem Immunsystem und deiner Regeneration.
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26. Versuche dich am Technik-Detox

Auch wenn es uns oft nicht bewusst ist oder wir es uns nicht bewusst machen wollen, zu viel Technik kann uns auf Dauer schaden. Die ständige Flut an Informationen überlastet unser Nervensystem zunehmend. Meist ist uns dabei gar nicht klar, wie viele Informationen wir wirklich täglich aufnehmen. Aber über Werbung, Social Media etc. strömt da eine ganze Menge auf uns ein, was durch unser Gehirn gefiltert und entsprechend seiner Wichtigkeit ins Bewusstsein geholt wird oder eben nicht. Diese Fülle an Eindrücken bedeutet für unseren Organismus ebenfalls Stress. Hinzu kommt der Einfluss des Blaulichts von Displays, beispielsweise bei unseren Smartphones. Dieses blaue Licht unterdrückt in unserem Organismus die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Wer also abends noch viel am Handy beschäftigt ist, hat oftmals in der Nacht Probleme ein- und durchzuschlafen. Und wie bereits erwähnt, ist es gerade im Winter wichtig ausreichend zu schlafen. Mein Tipp an dich ist es also, ab und an Smartphone und Co mal beiseite zu legen oder ganz auszuschalten. Das bietet sich doch gerade jetzt in der kalten Jahreszeit an, wenn es doch um Ruhe und Besinnlichkeit gehen soll. Gut ist es, wenn du mindestens 2 Stunden vor dem Zubettgehen deinem Handy und Tablet Gute Nacht sagst. Noch besser ist es, wenn du es schaffst ab und zu einen ganzen Technik-Detox-Tag einzulegen. Die lässt dich runterkommen, entschleunigt dich und fördert deine Regeneration. Also probiere es aus!
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Clock

27. Setze auf Routinen und Regelmäßigkeit

Obwohl jetzt die Zeit der Besinnlichkeit gekommen ist, sind wir zum Ende des Jahres oft eher hibbelig und gestresst. Ein regelmäßiger Tagesablauf, vor allem regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten können uns dabei unterstützen unsere Erdung in dieser Zeit zu behalten und einen Anker im Alltag zu behalten. Eine kurze, belebende Morgenroutine unterstützt dich zusätzlich, um deinen Tag kraftvoll aber in Ruhe zu gestalten. Wie diese aussehen kann, ist ganz individuell und abhängig von der Zeit, die dir morgens zur Verfügung steht. Sie kann unter Anderem Meditation, Yoga, Sport oder Wechselduschen enthalten. Die Regelmäßigkeit ist dabei der entscheidende Faktor.
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28. Halte dich mit Sport gesund

Körperliche Aktivität in Form von moderatem Sport kann einen enormen Beitrag leisten, um unsere körperliche sowie geistige Gesundheit zu fördern, auch und gerade im Winter. Jetzt tun uns gemächliche, sanfte, aber auch stärkende Übungen und Sportarten besonders gut. Gern darf deine Trainingseinheit auch etwas länger und intensiver ausfallen, eigentlich auch gerade dann, wenn du keine Lust zum Sport hast. Höre aber auch immer auf deinen eigenen Körper und überfordere dich nicht. Nach dem Sport gönne dir Ruhe und Regeneration. Lebe den Wechsel von An- und Entspannung. Solange es draußen nicht zu kalt und glatt ist, kannst du noch moderate Radtouren oder Laufeinheiten machen. Falls Schnee liegt ist Ski laufen wunderbar. Auch Eislaufen ist eine schöne Abwechslung im Winter und kann sehr viel Spaß machen. Wenn du eher ein Sportmuffel bist, wie wäre es dann mal mit einer Winterwanderung? Oder zumindest einem ausgedehnteren Spaziergang? Und solltest du bei Kälte überhaupt nicht raus wollen, gibt es ja noch die Möglichkeit ins Fitnessstudio zu gehen. Auch Schwimmen bietet sich hervorragend an.
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29. Nimm dir Zeit für Yoga

Natürlich darf bei meinen Tipps für dich auch die Yogapraxis nicht fehlen. Yoga ist natürlich zu jeder Jahreszeit wichtig und sinnvoll. Aber wenn man bei der Kälte sowieso nicht viel raus möchte, bietet es sich an, seiner Yogapraxis mehr Zeit zu widmen. Je nachdem was du gerade brauchst und was sich für dich richtig anfühlt, können jetzt eher sanft belebende, aktivierende Asanas am Morgen genau das Richtige sein. Wenn du dich sowieso schon gestresst fühlst, tut dir eine langsame, sanfte Praxis gut, in der du die Positionen länger hältst. Auch Pranayama, also yogische Atemübungen helfen optimal, um gesund und fit durch die kalte Zeit zu kommen. Dazu zählen die yogische Vollatmung, die Wechselatmung sowie Kapalabhati. In einem der kommenden Beiträge werde ich mich diesem Thema nochmal ausführlicher widmen. Also sei gespannt. :)
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30. Habe Spaß, zum Beispiel bei einer Schneeballschlacht

Im Winter neigen wir oft zu melancholischen Schüben oder Gefühlen von Einsamkeit. Vertreibe diesen Winterblues indem du so oft wie möglich Gelegenheiten für Spaß und Lachen findest. Und was wäre da besser als eine ausgelassene Schneeballschlacht mit deinen Liebsten. Vorausgesetzt natürlich es liegt Schnee. :) Und falls nicht, dann bin ich sicher, du findest auch andere Möglichkeiten zum Lachen. Hab einfach Spaß! Denn Lachen setzt Glückshormone frei, welche ebenfalls ein super Booster für unser Immunsystem sind.
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Ich hoffe sehr, die Inspirationen aus diesen drei Teilen haben dir gefallen und dich angeregt einiges davon auszuprobieren. Es geht bei diesen Tipps keineswegs darum, alle stoisch abzuarbeiten. Im Gegenteil, die Tipps sollen dir als Inspirationsquelle dienen, von der du dir das herauspicken kannst, was bei dir gerade zu kurz kommt oder worauf du einfach Lust hast, um es dir jetzt während dieser äußeren Kälte im Inneren so schön und warm wie möglich zu machen. Und wie überall im Leben gilt auch hier: Weniger ist mehr! Es darf einfach und leicht sein.

In diesem Sinne: Komme gut durch die kalte, dunkle Jahreszeit. Mache es dir selbst warm und hell.

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