Die Tage werden kürzer, alles erscheint uns etwas trüber und das sommerliche Hochgefühl neigt sich dem Ende. Wenn es draußen kälter, grauer und dunkler wird, kommt der Winter mit großen Schritten auf uns zu. Wir bekommen weniger Sonnenlicht ab, der Wind pfeift uns um die Ohren und in uns regt sich vermehrt der Wunsch nach Sofaecke und Kuschelsocken. Rückzug. Jetzt hat unser Immunsystem allerhand zu tun und ist damit oft überfordert. Das Ergebnis sind nicht selten eine tropfende Nase und ein kratzender Hals.

Umso wichtiger ist es, dass wir für uns unsere eigenen Wohlfühl- und Gesundheitsrituale finden und diese im Alltag leben. Denn um gesund und glücklich durch die kalte Jahreszeit zu kommen, müssen wir uns den äußeren Bedingungen in unserem Verhalten anpassen. Jetzt ist es besonders wichtig gut auf uns zu achten. Die folgenden Tipps dienen dir dabei hoffentlich als Inspiration. Suche dir am besten die Ideen heraus, die sich für dich am stimmigsten anfühlen und integriere sie in deinen Tag.

Teil 1 dieser dreiteiligen Serie dreht sich dabei rund um die Themen gesundes und stärkendes Essen und Trinken im Winter.

Inhaltsverzeichnis

1. Starte deinen Tag mit warmem Wasser

Starte deinen Tag nach deiner Morgenhygiene am besten mit einem großen Glas warmem Wasser. Dies hilft dir dabei, deinen Körper am Morgen auf gesunde Weise mit Feuchtigkeit zu versorgen, zu hydrieren. Es dient dir auch als Wachmacher, da es deinen Stoffwechsel optimal anregt. Und das ganz ohne Koffein. Außerdem wird deine Verdauung aktiviert und auf dein Frühstück vorbereitet. Das Wasser sollte idealerweise abgekocht sein und dann auf eine angenehme Trinktemperatur abgekühlt werden. Nach Belieben kannst du es mit gesunden Zusätzen anreichern. Dafür bieten sich zum Beispiel frisch gepresster Zitronensaft oder ein paar Scheiben frischer Ingwer an. Wenn du am Morgen nicht viel Zeit hast, kannst du dein Wasser auch am Vorabend kochen und in eine Thermoskanne füllen. So steht es am nächsten Morgen schon für dich bereit.
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2. Warme Getränke tun dir in dieser Zeit besonders gut

Um uns von Innen ausreichend zu wärmen, ist es generell wichtig eher warme Getränke zu uns zu nehmen. Greife dabei möglichst zu gesunden Varianten, wie Kräutertees. Ingwertee ist auch gut für deine Verdauung, dein Immunsystem und wärmt durch die Schärfe des Ingwers nochmal zusätzlich. Weitere süßliche, wärmende Kräuter, die dir jetzt besonders gut tun, sind Zimt, Kardamom, Süßholz, Fenchel oder Lavendel. Gönne dir gern auch ab und zu eine schöne heiße Schokolade. Ich nehme dafür reines Kakaopulver (ohne Zusätze), mische es mit Pflanzenmilch und je einer Messerspitze Zimt sowie Kardamom und erwärme ihn. Zum Schluss gebe ich noch Honig nach Belieben für eine angenehme Süße dazu.
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3. Genieße eine goldene Milch

Immer beliebter wird bei uns die sogenannte goldene Milch, welche ihren Namen der gelbgoldenen Farbe verdankt. Es ist ein leckeres, gesundes Heißgetränk aus der ayurvedischen Küche. Die gesundheitsfördernde Wirkung wie auch die Farbe wird durch Kurkuma verursacht. Kurkuma enthält den pflanzlichen Stoff Curcumin, welcher unser Immunsystem optimal stärkt. Daneben fördert es die Verdauung, wirkt wärmend, blutreinigend und hat eine entzündungshemmende Wirkung. All das macht die goldene Milch zu einem wertvollen Gesundheitsbooster für die Winterzeit. Füge deiner goldenen Milch unbedingt auch etwas schwarzen Pfeffer zu, da dies die Aufnahme des Curcumin im Körper fördert und nebenbei noch zusätzlich für Wärme im Körper sorgt.
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4. Mit einer warmen Gewürzmilch am Abend besser schlafen

Am Abend tun uns beruhigende, leicht verdauliche Gewürze sehr gut, um uns zu erden, zu entspannen und den Geist für einen regenerierenden, tiefen Schlaf vorzubereiten. Dazu bereite dir deine Schlafmilch mit Gewürzen wie Kardamom, Muskatnuss, Safran oder Zimt zu. Auch ein bisschen Ingwer oder Kurkuma können enthalten sein. Ein sehr schönes Rezept findest du unter https://www.ayurveda-badems.de/ayurvedische-gewuerzmilch/. Natürlich kannst du statt Kuhmilch auch Pflanzenmilch, wie Hafer- oder Mandelmilch, verwenden.
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Wurzelgemüse

5. Stärke dich mit warmen, nährenden Speisen

Wenn es draußen kalt wird, ist für uns die Zeit gekommen uns von innen heraus aufzubauen, zu wärmen und zu stärken. Insbesondere warme, gekochte und gut gewürzte, auch leicht scharfe Speisen sind jetzt genau richtig. Du darfst nun auch gern etwas reichhaltiger und nahrhafter essen, da dein Körper mehr Treibstoff benötigt, um dich gesund zu halten. Gut eignet sich hierfür Wurzel- und Knollengemüse wie Rote Bete, Schwarzwurzel, Karotten, Pastinaken und Kartoffeln, außerdem Wirsing oder gekochter Spinat. Für dein Mittag- und Abendessen bieten sich neben wärmenden Suppen und Eintöpfen auch gedünstetes Gemüse an. Kombinieren kannst du dies mit Reis und gekochten Getreidearten. Auch dein Frühstück kann gern warm sein, auch hier nutze gern gekochtes Getreide, wie Haferflocken. Vermeide hingegen kalte und gefrorene Speisen, wie Rohkost, Salate oder Eis. Diese entziehen deinem Körper die Wärme. Auch sehr schwere Nahrung oder zu viele Süßigkeiten solltest du reduzieren. Im Winter neigen wir dazu, in der Plätzchenzeit zu oft in die Keksdose zu greifen. Du kannst dir ruhig mal etwas gönnen, aber immer in Maßen.
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6. Nutze wärmende Gewürze um dich zu stärken

Auf diesen Punkt bin ich teilweise schon in den vorherigen Empfehlungen eingegangen, in denen es um geeignete Getränke für den Winter geht. Die Natur bietet uns zahlreiche Gewürze und Kräuter, die unseren Körper auf gesunde Weise von Innen heraus wärmen. Würze also gern deine Speisen und Getränke reichlich mit Ingwer, Anis, Zimt und Kardamom, deren wohliger Duft gleichzeitig unsere Stimmung hebt und in weihnachtliche Stimmung versetzt. Daneben eignen sich auch Fenchel, Muskat, Nelken, Koriander, Kurkuma, Kümmel, Kreuzkümmel, Vanille, Safran, Pfeffer, sowie Kräuter wie Rosmarin, Basilikum, Salbei und Thymian. Diese Gewürze und Kräuter haben zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe und Wirkungen, wie beispielsweise das entzündungshemmende und Immunsystem stärkende Kurkuma. Auch schärfere Gewürze, zu denen neben Pfeffer und Ingwer auch Knoblauch, Chili und Cayennepfeffer zählen können gern zum Einsatz kommen.
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7. Zelebriere deine Mahlzeiten

Dieser Tipp ist eigentlich für alle Jahreszeiten gleichermaßen wichtig. Allerdings finde ich ihn auch in dieser Zusammenstellung erwähnenswert. Gerade in der heutigen Zeit neigen wir oft dazu unser Essen einfach nur zwischen zwei Terminen oder abends beim Fernsehen hinunterzuschlingen. Im Winter kommt in der Natur alles zu Ruhe und da ist es auch für uns hilfreich uns entsprechend anzupassen. Versuche dir also Zeit für deine Mahlzeiten zu lassen, in Ruhe zu essen, vor allem ohne negative Gespräche oder Nachrichten. Bring wieder mehr Genuss in deinen Alltag, in dem du auch dein Essen mehr genießt.
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Nüsse und Kerne

8. Stärke dich mit Nüssen und Mandeln

Ein wahres Gesundheitsfood für den Winter sind auch Nüsse und Mandeln. Sie können dir in dieser Zeit wohldosiert als ein gesunder Snack für zwischendurch dienen, wenn dich mal der Heißhunger packt. Nüsse sowie Mandeln können uns vor Infektionen schützen, wirken entzündungshemmend und regen den Stoffwechsel an. Sie liefern wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Außerdem sind sie reich an sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien wir Calcium, Eisen, Kupfer, Magnesium und Mangan und enthalten daneben auch wichtige B-Vitamine, wie das Biotin. Mandeln, wie auch Halnüsse enthalten außerdem viel Vitamin E. Und noch dazu dienen uns Nüsse als Brainfood, da sie die Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern können. Also ran an Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln und co.
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9. Stärke dein Immunsystem mit Vitamin C

Ein täglicher Vitamin C Booster unterstützt unser Immunsystem und kann vor winterlichen Infekten schützen. Aber gerade im Winter gibt es eher kein frisches, regionales Obst. Daher empfiehlt es sich stattdessen heimisches Gemüse, wie Kartoffeln, Rosenkohl, Brokkoli oder Grünkohl zurückzugreifen. Um bei der Zubereitung den erhitzungsbedingten Verlust an Vitamin C so gering wie möglich zu halten, dünste oder dämpfe das Gemüse möglichst schonend. Auch Paprika enthält besonders viel Vitamin C. Und wenn du dein morgendliches warmes Wasser (Tipp 1) mit frischem Zitronensaft anreicherst, erhältst du ebenfalls einen Vitamin C Kick. Weitere Vitamin C-reiche Zitrusfrüchte sind Orangen und Mandarinen. Achte aber bei diesen Früchten und Gemüsen im Sinne der Umwelt auf möglichst kurze Transportwege.
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10. Trotze mit Johanniskraut dem Winterblues

Während der Wintermonate sind die Tage kürzer, wir bekommen weniger natürliches Licht ab als in den Sommermonaten. Dies bewirkt, dass das Schlafhormon Melatonin langsamer abgebaut und gleichzeitig das Glückshormon Seratonin weniger produziert wird. Die Folge sind verstärkte Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Willkommen im Winterblues. Um das wenige Licht, dass uns jetzt zur Verfügung steht effektiver im Körper aufnehmen zu können, kann uns ein Kraut aus der Natur helfen. Johanniskraut verbessert die Lichtaufnahme und wirkt somit stimmungsaufhellend und dem Winterblues entgegen. Nicht umsonst wird es auch Sonne für die Seele genannt. Als Tee kann es hier vorbeugend sanft gegen die Trägheit des Winters eingesetzt werden. Höher dosiert können auch eine Tinktur oder Extrakt genutzt werden. Da Johanniskraut jedoch auch zu Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten führen kann, sollte man die Einnahme in diesem Falle erst mit dem Haus- oder Facharzt besprechen. Darüber hinaus sei noch erwähnt, dass bei der Einnahme von Johanniskraut im Sommer durch die erhöhte Lichtempfindlichkeit besondere Vorsicht geboten ist.
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Dies war Teil 1 der dreiteiligen Serie zu meinen Tipps für die kalte Jahreszeit. Hier geht es weiter zu Teil 2 mit Ideen für dein Wohlbefinden.

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